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Die kleinen Dinge bereiten doch die meiste Freude …

Wir sind über 4 Wochen unterwegs. Haben Hubert und Reisen durch Kanada. Alles ist gut. Dachten wir. Bis zu diesem Scheiß Donnerstag. Wir lagen auf der Lauer, nach Walen, in der Nähe von Digby. Leider konnten wir keine sehen. Also wollten wir noch einen kleinen Stopp in der Stadt einlegen, bevor es zum Leuchtturm ging, außerhalb der Stadt.

Beim Einparken bemerkten wir es dann. Das Auto verliert Öl. Viel Öl. Also schnell weg und einen Platz suchen, wo wir schauen können, was das Problem ist.
Als wir diesen dann auf einer Wiese gefunden haben sahen wir es. Öl. Überall war Öl. Alles schwarz. Wir hofften das es sich nur um eine kleinigkeit handelt oder ähnliches. Leider sollte es nicht so einfach werden. Nach ca. einer halben Stunde und etwas sauber machen, sahen wir es dann. Ein Riss. Im Öl –kühler. Wie um alles in der Welt ist der dort hingekommen. Das ist gutes Alu. So schnell geht das nicht kaputt.

Naja Hilft jetzt auch nichts. Google angeschmießen und nach einer Werkstatt gesucht. Auto stehen gelassen und ab. Als wir nach 1.8 km ankamen. Und von unserem Problem erzählten wurden wir mit großen Augen angeguckt. Ihr hab einen Mercedes Benz. Damit kennen wir uns nicht aus. Und Ersatzteile haben wir auch nicht. Aber wir schauen was wir machen können. Der gute Jason, der Besitzer des W.Boliver Service Center, hat lange rum telefoniert. Wir haben ebenfalls Kontakt zum lieben Daniel aufgenommen. Ein sehr guter Freund, der sich gut auskennt. Beide kamen zu dem Entschluss. Ausbauen und Schweißen. Neu wäre am einfachsten. Lieferzeit Betrug aber 2 Wochen. Das war keine Option. Aufjedenfall nicht unsere erste Wahl.
Okay ausbauen. Aber wo. Wir fragen Jason ob er weiß wo wir uns hinstellen könnten. Um Hubert zu reparieren. Er bot uns an, hinter der Firma zu stehen. Er half mit Werkzeug und Öl auffang Kanister aus.  Ebenso konnten wir uns Wasser nehmen so viel wir wollten. Wir können gar nicht glauben, wie nett die Kanadier sind. Also bauten wir den Öl- kühler aus.

Am nächsten morgen sollten wir auf Jasons rat hin, nach Duck gehen. Der könnte Schweißen und kennt sich damit sehr gut aus. Das taten wir dann auch. Und es stellte sich heraus, das dieser Mann, einfach nur unfassbar nett und hilfsbereit ist.

Nach dem es geschweißt war bauten wir es wieder ein. Füllten es mit Öl, was wir nach langer Recherche durch Jason bei ihm kaufen konnten. Den 10 W/40 gibt es hier nicht.

Der erste Test war leider vernichten. Das Öl kam wieder zum Vorschein das Schweißen hatte nichts gebracht. Von da an schwand unsere Hoffnung. Im ersten Moment wussten wir beide nicht, was wir machen sollen. Aufgeben war keine Option. Aber 2 Wochen auf das richtige Teil warten auch nicht!

Also zurück zu Duck. Er schaute sich das ganze nochmal an. Mittlerweile regnete es aus Strömen. Als wir Ihn unter unsere Provisorisch gebautes Zelt baten und er sich den Schaden an sah, sagte er. Kommt mit ihr könnt in meiner Werkstatt arbeiten. Das kriegen wir schon hin.
Bahm. Schon wieder. Verdammt die Kanadier sind einfach unfassbar hilfsbereit.
Was sollten wir groß tun. Natürlich nahmen wir das Angebot an. Unsere 7 Sachen in den Bus und rüber nach Duck. Das waren 10 Meter zwischen den Beiden Firmen. Nun im trockenen  bauten wir das liebe Teil wieder aus. Und Don und Thomas bearbeitet es erneut.

Leider sollten auch die nächsten 2 Versuche fehlschlagen.  Das Alu Gehäuse hielt nicht dicht. Samstagnachmittag, nach dem dritten Versuch gaben wir es dann auf. Es musst Ersatz her. Und zwar schnell. Ungerne wollten wir hier 2 Wochen stehen bleiben, aber wir wussten ja schon von den Recherchen am Donnerstag, dass es hier in Kanada kein Ersatzteil gab. Es musste aus Deutschland her kommen. Und die Suche danach musste wohl oder übel bis Montag warten.

Insgesamt hat es 2 1/2 Wochen gedauert, bis unser Ersatzteil hier angekommen ist. Die Deutsche Post ist leider auch nicht mehr das, was sie mal war. Allerdings haben wir in dieser Zeit so viele Nett Leute kennen gelernt. Wir wollen Danke sagen an Duck und seine Leute von der Firma Screen King, ebenso der Familie von Jason und seiner Firma Napa Auto Parts. Und ganz besondere Dank geht an Maja und Kurt.Wir haben neue Freunde getroffen. Die beiden haben uns die Zeit in Digby so schön gemacht. Wir sagen vielen Dank an die Menschen aus Digby. Und sind nun wieder unterwegs. Immer weiter Richtung Panamericana.

Das ist Vanlife, der dank für 2 1/2 Wochen warten. Der erste Abend, wo Hubert wieder fahrbar war. Diesen tollen Spot haben wir von Maja und Kurt. Danke euch beiden.

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